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Solarstromversorgung in Tansania

Seit 2010 versorgt die 20 ft IPS®Technikzentrale mit einer 21 kWp großen Solaranlage ein Dorf mit 1.500 Einwohnern, ein Hospital mit 40 Betten, ein Nonnenkonvent und eine Pfarrei rund um die Uhr mit elektrischem Strom!

Weit in den westlichen Bergen von Tansania an der Grenze zu Ruanda gelegen, hatte das ganze Areal nie eine Chance, jemals eine Anbindung an ein öffentliches Stromnetz zu erhalten. Elektrizität jedoch ist der Motor zur Entwicklung ländlicher Regionen und macht wirtschaftlichen Fortschritt erst möglich.

Die Verfügbarkeit von Licht und Kommunikation verbessert die Lebensqualität und kann z.B. die Landflucht und deren negativen Auswirkungen verhindern.

Mit Unterstützung des lux. Ministeriums beauftragte die Hilfsorganisation AMU (www.amu.lu) die SOLARtec zur Erstellung einer solargestützten Energieversorgung zur ländlichen Elektrifizierung eines kompletten Dorfes.

Das in Luxembourg entwickelte und produzierte Solar-Hybrid-Energiesystem beweist, dass elektrische Stromversorgungen durch vermaschte Netze möglich sind. Herzstück des Energiekonzeptes der SOLARtec ist der mobile IPS® Technik Container.

Hochwertige Solarmodule auf speziell von der SOLARtec entwickelten Bodenschwenkgestellen (Ausrichtung der Module nach Nord und Süd bei äquatorialen Standorten) leiten die gewonnene Energie über Erdkabel in die IPS®–Technikzentrale. Dort wird der Strom sowohl in der Batterieanlage gespeichert als auch direkt als Wechselstrom in das Hauptnetz zu den Verbrauchern eingespeist.

Diese IPS® Technikzentrale bildet die Versorgungsungs- und Verteilerstation. Von dort wurden (Interfacekassetten) die Hauptstromkabel (8 Linien) im Erdreich verlegt, an Hauptverteilungen und Unterverteilungen angeschlossen und zu einem strahlenförmigen Ringnetz verbunden. Der Vorteil: kleine Kabelquerschnitte = einfache Handhabung.

Die Unter- bzw. Hausverteilungen erhielten Leistungs- und Energiebegrenzer zur geregelten Verteilung der Elektrizität. Der IPS® – Controller  (Engergiemanagement) regelt, steuert und verteilt den Strom an individuelle Stromkreise und schaltet austomatisch den eingebauten Dieselgenerator zur Überbrückung von Schlechtwetterphasen.

Das Gesamtkonzept eines IPS® for Village ermöglicht, dass konventionelle Stromaggregate nur max. 3-7% zur Deckung des Jahresenergiebedarfs beitragen müssen. Das verringert in erheblichem Maß die Treibstoffkosten und verringert die CO2-Emmission. Über ein standardisiertes Funkmodem (GPRS) lassen sich die gesamten Anlagendaten aus der Ferne überwachen.

Wesentliches Merkmal der IPS®-Technik ist ihr zuverlässiges Funktionieren durch redundante Ausführung der Komponenten und die einfache Handhabung.  Das kundenorientierte „plug & play“ Prinzip ermöglicht den sofortigen Einsatz der IPS® Systeme ohne zeit- und kostenintensive Anschlussarbeiten.

Im Zuge des Gesamtprojektes wurden alle Arbeiten von der lokalen Bevölkerung durchgeführt und das Schulungsprogramm befähigt eine ausgewählte Gruppe, kommende Erweiterungsmaßnahmen selbst durchzuführen und das Gesamtsystem zu überwachen.